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Symposium Müll als Kunstfaktor am 17. September 2007 im Museum für angewandte Kunst



"Müll als Kunstfaktor" ist das dritte Symposium, das die AVG in diesem Jahr im Rahmen unseres 15jährigen Bestehens veranstaltet.

"Müll als Kunstfaktor" ist ein nicht gerade nahe liegendes Thema. Wenn man jedoch der ambitionierten, zeitgenössischen Kunst heute zugesteht, sich mit der gesellschaftlichen Realität auseinanderzusetzen, dann zählt da sicher auch die Beschäftigung mit dem, was wir hinterlassen. Sie ist mehr, als die Schaffung einer "schönen Kunst". Sie hinterfragt, was unsere Gesellschaft ausmacht, was sie an Output produziert. Ist das alles notwendig? Werden durch unsere Art zu leben nicht lebenswichtige Naturschätze zerstört und wertvolle natürliche Ressourcen unwiederbringlich vernichtet? Nehmen wir mit unserem Leben nicht einen Kredit bei unseren Kindern auf, von dem wir schon jetzt wissen, dass wir ihn nicht werden zurückzahlen können?


Bei der Beantwortung solcher und ähnlicher Fragen kann Abfall durchaus auch ästhetisch wirken und als Stilmittel ansprechend sein. Kunst soll Fragen aufwerfen, soll Reizpunkte setzen. Dass sie dabei das gesellschaftlich erzeugte Produkt Abfall als Objekt verwendet, ist legitim, vielleicht sogar nahe liegend.

Nicht nur Archäologen und Paläontologen sollte es vorbehalten sein, aus dem Abfall Schlüsse ziehen können. Wir alle haben ebenfalls die Möglichkeit, uns auf den Prüfstand zu stellen. Die Kunst kann dabei Mittler und Ideengeber sein.

Die Abfallwirtschaft ist in diesem Zusammenhang eher eine Reparaturwerkstatt unserer Gesellschaft,


Vortrag von Peter-Olaf Hoffmann, Sprecher der AVG-Geschäftsführung, beim Symposium "Müll als Kunstfaktor"