Symposium Müll ethischer Faktor am 19. November 2007 im Kölner Gürzenich

Mit dem Symposium "Müll als ethischer Faktor" am 19. November im Kölner Gürzenich endete der viergliedrige Themen-Zyklus rund um den Abfall, den die AVG im Rahmen ihres 15jährigen Bestehens veranstaltete.

Nachdem Dr. Bazon Brock, Professor für Ästhetik und Kunstvermittlung an der Bergischen Universität Wuppertal, mit einem engagierten Statement zum Thema des Abends einen guten Grundstock gelegt hatte, entwickelte sich eine sehr lebhafte und kurzweilige Diskussion um die Fragestellung, ob Müll und Ethik überhaupt miteinander vereinbar ist und wenn ja, welche Rolle der Abfall dabei spielt.

In seinem Eingangsvortrag vertrat AVG-Geschäftsführer Christoph Busch die Ansicht, dass Ethik als Lehre vom guten, vernunftgeleiteten Handeln und Wollen, mit den Begriffen für allgemein gültige Normen, Werte und Moral umschrieben werden könne. Im übertragenen Sinne ließen sich damit gesellschaftliche Verantwortung, der Einklang mit der Natur und Nachhaltigkeit verbinden, die auch auf die Abfallwirtschaft übertragbar seien.
Verantwortungsvolle Abfallwirtschaft heute bedeute Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Sie helfe natürliche Ressourcen zu sparen, sie leiste einen Beitrag zur Schonung unseres Klima, in dem etwa in Müllverbrennungsanlagen umweltfreundliche Energie erzeugt werde, sie schütze die Umwelt, in dem durch die eingesetzten Filtertechniken der Schadstoffgehalt der Luft reduziert würde.

Ethisches Handeln von Unternehmen der Abfallwirtschaft sei daher bereits in deren Auftrag festgeschrieben.
Allerdings sei darüber hinaus jeder zum eigenverantwortlichen Handeln im Interesse und zum Nutzen unserer Gesellschaft aufgerufen.