Armin Fischer - Meister am Klavier und mit flinker Zunge
Mit einem vorweihnachtlichen Konzert der besonderen Art endete die erste Saison des TAO - TREFF AM OFEN an der Restmüllverbrennungsanlage Köln. "Einmal Klassik und zurück" - so nennt Armin Fischer sein aktuelles Programm, das er am 3. Dezember 2009 bei der AVG präsentierte.
Die weißen und schwarzen Tasten sind seine Freunde. Mit erstaunlicher Leichtigkeit wandert er zwischen den Musikstilen hin und her, mal ruhig und betont gefühlvoll, dann wieder rast er über die Tastatur, dass dem Zuschauer schwummerig wird. Und das nicht nur im Rahmen seines Repertoires, sondern auch bei den Musikwünschen aus dem Publikum.
Mit Mozart nimmt er es locker auf. Denn was dem Salzburger Wunderkind erst mit 34 Jahren eingefallen sei, habe er, Armin Fischer, schließlich schon im Kindesalter gespielt. Auch Richard Claydermann kommt nicht gut weg. Ein wenig neidisch sei er, betont Fischer augenzwinkernd, dass jemand mit einer zwei Finger-Technik in der "Balade pour Adeline" soviel Erfolg hatte.
Aber das ist nur die halbe Miete. Er streut immer wieder amüsante Geschichten und Anekdoten ein, spielt auch schon einmal mit dem Rücken zum Klavier. Er ist ein Tausendsassa.
Ein Blick in seine Vita zeigt, warum. Klavierstudium in der Meisterklasse von Professor Banfield, Meisterkurs "Chanson und Kabarett" bei Lore Lorentz an der Musikhochschule Essen, Absolvent des Studiengangs "Popularmusik" in Hamburg im Fachbereich Liedermacher. 1980 dann sein erstes Kabarettprogramm und ab diesem Zeitpunkt im deutschsprachigen Raum unterwegs.
Victor Borge habe ihm das Klavierspielen versüßt, erzählt Armin Fischer, denn er habe ihm gezeigt, das Klavierspielen auch amüsant und lustig sein kann. Das war Ansporn, sich mit dem großen schwarzen Instrument und den verdammt vielen Tasten einzulassen.
Die Zuschauer haben im TREFF AM OFEN davon profitiert. Sie waren begeistert von dem Beutezug durch die E- und U-Musik, von dem Perfektionisten mit den flinken Händen und der flinken Zunge, von Armin Fischer.