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Scherbenmeer im TAO

Fünf Kölner Musiker um den Sänger Michel Mohr wagten sich am 1. Juli 2010 im TAO – TREFF AM OFEN an das musikalische Vermächtnis von „Rio Reiser“ und „Ton, Steine, Scherben“. Und das Ergebnis konnte sich wahrlich sehen lassen.

TAO 2010 - Scherbenmeer

Mit fetzigem Rock ‚n’ Roll verwandelte Scherbenmeer den TREFF in einen Rockclub. Die engagierten und teils rotzigen Texte von Rio Reiser nahmen die Besucher mit auf eine Rückschau in die 70er und 80er Jahre, in die Zeit der Post 68er und der Hausbesetzerszene.

TAO 2010 - Scherbenmeer

Und wer bei dem Konzert die Augen schloss, der hatte vielleicht sogar den Eindruck, den leider zu früh verstorbenen Rio Reiser auf der Bühne zu erleben. Denn Sänger Michel Mohr lebt ihn, er arbeitet ihn. Ein Wirbelwind, der mal auf oder von der Bühne rennt, der plötzlich wie tot umfällt, um dann gleich wieder mit Vollgas den nächsten Song ins Mikrophon zu röhren.

Die „junge“ Band, die sich 2008 in der klassischen Besetzung Gitarre, Bass Schlagzeug, Keyboards, Gesang zusammenfand, besteht ausschließlich aus gestandenen, in vielen Konzerten gestählten Musikern, die ihr Handwerk auf’s Feinste verstehen. Sie zimmern den richten musikalischen Rahmen. Kratzige Riffs und Grooves sorgen für einen Sounds, den auch die Vorbilder nicht besser hinbekamen. So konnten die Reiser-Fans eine ausgelassene Party feiern. Das sprang auf die Spielfreude der Musiker über, eine typisches Atmosphäre im TAO.

TAO 2010 - Scherbenmeer

Die ganzen alten Lieder waren zu hören, „Jetzt schlägt’s 13“, „Alles Lüge“, „Jenseits von Eden“, „Irrenanstalt“, die bekannteren Stücke wie „Keine Macht für Niemand“ und natürlich „König von Deutschland“.



Fazit: Rio Reiser lebt in Scherbenmeer weiter.