Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Arbeiten in der Abfallwirtschaft heutzutage bedeutet Arbeiten für den Umwelt- und Klimaschutz. Denn gerade Unternehmen in dieser Branche sorgen dafür, dass unsere Umwelt weniger belastet, vor Schaden bewahrt und unser Klima entlastet wird; gerade vor den klimawirksamen Gasen wie Kohlendioxid und Methan. Kreislaufwirtschaft heißt übersetzt in die Abfallsprache Recycling. Damit lassen sich wertvolle natürliche Vorkommen wie Holz und Bodenschätze sparen, und Energie umweltfreundlich erzeugen.
Das Aufgabenspektrum der Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft beginnt bei der Sammlung und endet bei der Verwertung und Entsorgung von Abfällen. Abfall wird sortiert, verwertet, behandelt, vermarktet, verbrannt und seine Reste deponiert.
Dies alles erfordert umfangreiche Kenntnisse in den Bereichen Technik, Recht und Organisation, die im Rahmen der Ausbildung vermittelt werden.
Bei der AVG kommen Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft an vielen Stellen zum Einsatz, die in den Verarbeitungsprozessen rund um den Abfall der Kölner Bürger erforderlich sind.
- Sie überwachen, steuern und dokumentieren die Abläufe von der Abfallannahme über die Sortierung und Aufbereitung bis hin zur Verbrennung bzw. Deponierung.
- Sie bedienen und überwachen Maschinen und Anlagen wie z.B. Magnetabscheider, Trommelsiebe und Förderbänder, mit Zusatzqualifikation auch an Müllverbrennungskesseln und Rauchgasreinigungsanlagen. Dabei beseitigen Sie auch technische Störungen.
- Sie führen in unseren Labors chemische Analysen zum Kraftwerksbetrieb der Restmüllverbrennungsanlage und zum Deponiebetrieb durch.
Aber nicht nur technisches Können ist gefragt. Die rechtlichen Anforderungen und Zusammenhänge in der Abfallwirtschaft müssen beachtet und überwacht werden.
- Sie führen Kontrollen der angelieferten Abfälle auf Übereinstimmung mit den genehmigten Abfallartenkatalogen durch.
- Sie versenden in unseren Betrieben anfallende Abfälle und dokumentieren diese Vorgänge entsprechend den rechtlichen Bestimmungen.
Somit gehören auch der Umgang mit juristischen Sachverhalten und der Sinn für Ökologie und Ökonomie zu den Anforderungen an eine Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft.
Gute Voraussetzungen für den Beruf bringt mit, wer anpacken kann, körperlich fit und bereit ist, im Schichtdienst zu arbeiten, sich drinnen wie draußen wohlfühlt und - ganz wichtig - keine Berührungsangst im Umgang mit dem Abfall hat.
Die Bandbreite der praktischen Ausbildung ist bei der AVG durch die verschiedenen zum Unternehmen gehörenden Anlagen und Betriebsbereiche bereits sehr groß (Sortier- und Aufbereitungsanlage, Müllverbrennungsanlage, Deponie, Labors). Überbetriebliche Praktika vermitteln darüber hinaus Kenntnisse über Techniken und Verfahren, die bei der AVG nicht angeboten werden können. Dazu gehören
- Logistik, Sammlung und Vertrieb von Abfällen,
- industrielle Kompostierung in einer Großanlage,
- Grundlagen der Metallbearbeitung sowie
- Planen und Durchführen von Instandhaltungsarbeiten.
Die theoretische Ausbildung erfolgt in Blockunterrichtsform im Hans-Schwier-Berufskolleg in Gelsenkirchen, die Einrichtung für alle Auszubildenden Nordrhein-Westfalens in diesem Berufsbild. Das bietet Möglichkeiten, bereits während der Ausbildung wertvolle berufliche Kontakte auch über den lokalen Bereich hinaus zu knüpfen.
Weiterführende Lehrgänge bei verschiedenen, anerkannten Instituten runden die theoretische Ausbildung ab.
Weitere Informationen zum Berufsbild der Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft können Sie dem BERUFENET entnehmen:Berufenet
Hilfreiche Informationen rund um die Ausbildung und zum Start ins Berufsleben finden Sie ebenfalls auf der Homepage der IHK zu Köln:
Industrie- und Handelskammer zu Kön