Deponieübersicht

Deponie Vereinigte Ville

Die Deponie Vereinigte Ville ist eine Anlage, die hohe Umweltstandards erfüllt. Organische Abfälle, wie sie bis 31. Mai 2005 abgelagert werden durften, können die Umwelt beeinträchtigen. Von den jetzt noch erlaubten Inertstoffen, die erdengleich sein müssen, gehen diese Gefahren nicht mehr aus. Dennoch muss auch weiterhin ein großes Augenmerk auf die Altablagerungen gelegt werden.

> MEHR DAZU

Umwelttechnik im Einsatz

Die Deponie Vereinigte Ville bringt gute Voraussetzungen mit. Denn unterhalb des Deponiekörpers befindet sich eine bis zu 30 Meter dicke, wasserundurchlässige Tonschicht.

Da zudem zum benachbarten Naherholungsgebiet Kottenforst eine ca. 80 Zentimeter breite Bentonitdichtwand das Gelände abriegelt, kann auftretendes Sickerwasser weder in tiefere, eventuell das Grundwasser gefährdende Schichten eindringen noch seitlich entweichen.



Hoher technischer Standard – der Umwelt zuliebe

Das Sickerwasser entsteht durch Niederschläge auf die Deponie, die sich einen Weg durch die abgelagerten Abfallschichten bahnen und dabei eine Vielzahl von Stoffen aufnehmen. Daher muss es gereinigt werden, bevor es als Abwasser die Deponie verlässt.

Um die Niederschlagsmenge in der Deponie so niedrig wie möglich zu halten, sind alte Ablagerungsbereiche mit einer Folie abgedeckt worden. Diese Oberflächenabdeckung sorgt dafür, dass Regen abgeleitet werden kann, ohne mit dem Abfall in Berührung zu kommen.
Eine aufwendige Reinigung entfällt. Der Regen wird durch ein Kiesbett geführt und anschließend sofort in die Entwässerungsgräben eingeleitet.

Die Flüssigkeit im Deponiekörper durchläuft in der Sickerwasserreinigung einen zweistufigen Reinigungsprozess. Dazu wird sie am tiefsten Punkt der Deponie gesammelt und über einen Schrägschacht nach oben zur Sickerwasserreinigungsanlage gepumpt.
In der ersten, biologischen Stufe sorgen Mikroorganismen für den Reinigungsprozess. Die restlichen, nicht biologisch abbaubaren Stoffe werden in der zweiten, adsorbierenden Stufe, einem Aktivkohlefilter, abgeschieden. Nach dieser Reinigung kann das Wasser in die Abwasserleitungen eingespeist werden.



Mit der Umsetzung der organischen Bestandteile in den Abfallschichten der Deponie entstehen unter Luftabschluss (anaerob) Gase, die unsere Umwelt beeinträchtigen. Vor allem gilt die Aufmerksamkeit dem Methan, einem zwar energiereichen, aber hochgradig unser Klima beeinflussenden Gas.
Über sogenannte Gasbrunnen wird das Gas gefasst. Sie sind über die gesamte Deponie verteilt. Hierbei handelt es sich um Kiessäulen, in die das Gas aus den umliegenden Bereichen einströmt und – wie beim Kamin – in einem Sog nach oben gezogen wird. In mehreren Gassammelstationen werden die Gasströme gebündelt, zur Gasförderstation geleitet und anschließend verdichtet, ehe es im Blockheizkraftwerk zur Energieerzeugung genutzt wird.